Dienstag, 21. Februar 2017

Papierkramentrümpelung

Eins der Schlachtfelder, das ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, ist mein Büro, insbesondere der dort sich anhäufende Papierkram. *seufz*

Meine Motivation für diese spezielle Sorte Clutter hält sich in besonders engen Grenzen: Ich hasse Papierkram.

Auf die Idee, Papierkram auch als entrümpelungswürdigen "Clutter" zu betrachten, bin ich tatsächlich erst durch diesen Blogbeitrag gekommen.
Noch besser: auf readysetsimplyfy wird auch noch eine Papierentrümpelungschallenge beschrieben: hier

Wenn das mal kein Motivationskick wird - (Selbstüberlistung ist alles!).

Hier die Spielregeln auf Deutsch:

Die Aufgabenstellung:
100 Stück Papier  entrümpeln.
Dabei zählt jede Entscheidung als 1. D. h. ein 20seitiges Schrfitstück, das als Ganzes abgeheftet / entsorgt / digitalisiert wird, zählt ebenso als 1 Stück, wie ein einseitiges, über das die Entscheidung getroffen wird.


Nächstes Wochenende gehts ran an den Speck. Macht jemand mit?
Ich werde berichten.

 


Sonntag, 12. Februar 2017

Der 100 Dinge-Unsinn

Gerade habe ich meine Badezimmerschränke entrümpelt und gereinigt.

Ich glaube , was den Bereich Bad angeht, bin ich schon ziemlich fortgeschritten minimalistisch.
Ich besitze keinerlei Kosmetik.
In Sachen Körperpflege bin ich aus ökologischen Gründen auf Seife bzw. festes Shampoo umgestiegen. Die Anzahl der verwendeten Cremes habe ich auch auf die Minimalzahl von 2 (eine Gesichtscreme, eine Hand- und Körpercreme -prima Zeugs, das es bei Lush sogar in einem Mehrwegbehältnis gibt, welches man zur Wiederverwendung zurückbringen kann) reduziert.
Nachdem ich also ausgeräumt, die Hausapotheke nach überlagerten Medekamenten durchforstet, ein Handtuch, das ich weil, ich es hässlich finde, im letzten Jahr nicht benutzt habe ausrangiert habe, ausgewischt und wieder eingeräumt habe hab ich mal durchgezählt.
Und kam allein im Bad auf rund 80 Dinge.

Nichts füt ungut, aber auch wenn Seife und Co Verbrauchsartikel sind, sind es doch Dinge, die mir gehören und bei mir dauerhaft herumstehen (in der einen oder anderen Ausgabe ;-) - weil ich sie eben brauche.

Vielleicht könnte ich die Anzahl noch ein wenig reduzieren, wenn ich überhaupt keine Reserven lagern würde. Aber das wäre dann ökologisch schwachsinnige Ressourcenverschwendung, weil ich hier aufm Land nunmal keinen Lush um die Ecke habe und daher lieber, wenn ich im Rahmen eines koordinierten Stadtermins dort mal hinkomme etwas auf Vorrat einkaufe, statt für jede Seife einzeln 30 km in die Stadt zu fahren.
Oder ich könnte die Anzahl der Handtücjer noch etwas reduzieren, wenn ich jedes Handtuch einzeln waschen würde, statt so viele zu besitzen, dass der vorrat ausreicht, bis ich das nächste mal eine Waschmaschine vollbekomme.

Was will ich damit sagen?
Ich finde die 100-Dinge-Challenge aus 2 Gründen unsinnig:
1. Weil vermutlich auch die angeblichen 100Dinge-Besitzer ihre Verbrauchsgüter nicht mitzählen und sich damit in die Tasche lügen, weil sie natürlich trotzdem (so sie dauerhaft benötigt werden, wie eben Seife, Zahnbürste und co. bei ihnen herumstehen.

2. Weil der Verzicht auf sinnvolle Vorratshaltung ökologisch betrachtet Unfug sein kann. (Ausufern sollte die Bevorratung natürlich auch nicht - was dabei rauskommt wenn man den Überblick über seine Vorräte verliert, habe ich am Anfang meiner Entrümpelungsaktion bemerkt. vieleicht erinnert sich der eine oder ander noch an die Putzmittlelliste des Grauens ;-) )

P. S.
Falls sich jemand dafür interessiert, was aus der Liste des Graunes inzwischen geworden ist:

- 3 1 angebrochene Flaschen Glasreiniger
- Kunststoffreiniger (verbraucht)
- Edelstahlreiniger (verbraucht)
- 2 1 Badreiniger 
- WC Reiniger (verbraucht)
- Rohrfrei (verbraucht)
- 2 verschiedene 1 Mehrzweckreiniger
- 2 1/2 Parkettreiniger (Restbestand)
- Schmierseife (verbraucht)
- Kalklöser
- Steinreiniger
- 2 Sagrotansprays (sachgerecht entsorgt)
- Polsterschaum (verschenkt - ich habe keine Polster...)
- Brennspiritus -(verbraucht)
- Scheuermilch (verbraucht)
- Sprühstärke (sachgerecht entsorgt )
- 3 unterschiedliche  1 Imprägniersprays
- Lederschimmelreiniger
- Kombi-Lederreiniger /-fett (verbraucht)
- 3 noch 2 Dosen Lederfett
- 2 Dosen noch 1 Sattelseife
- 12 noch 5 verschiedene Schuhcremes. 
- Rostlöser
- 0,5 Riesenvorratsflaschen Frostschutz für die Scheibenwaschanlagen vom Auto (eine davon verschenkt)
- 1 Pulle Scheibenklar (Sommer)
- 3 verschiedene Lackpflegemittel
- Starterspray
- Türschlossenteiser 
- 1l Motoröl (verbraucht)
- 2 Pullen Blumendünger
- Packung round up (Unkrautvernichter) (sachgerecht entsorgt)

Das einzige was ich zwischenzeitlich mal nachgekauft habe, ist ein Allzweckreiniger...
 



 

Sonntag, 1. Januar 2017

Jahresrückblick

Frohes neues Jahr allerseits.

Dies Blog ist gerade in aller Stille 2 Jahre alt geworden.
Zeit für einen Rückblick auf das 2. "Minimalismusjahr".
Zunächst die Zahlen:

In meinem Haushalt haben sich 201
53 Dinge neu eingefunden (Verbrauchsmaterilien nicht gerechnet).
302 Dinge haben ihn verlassen.
Netto sind es damit 249 Dinge weniger geworden.
Das Ziel, für jeden Tag des Jahres ein Ding rauszuschaffen, habe ich damit nicht erreicht.

Angesichts der Unzahl von Dingen, die sich hier immer noch befinden, war das jetzt keine berauschende Minimalisierungsbilanz. Auch im Vergleich mit dem Zeitraum davor, wo sicher weit über 1000 Dinge den Haushalt verlassen haben, nicht.

Vermutlich hat es auch damit zu tun, dass inzwischen alles leicht zu Entrümpelnde raus ist und das was noch raus müsste, mit erhöhtem Aufwand verbunden ist bzw. mehr "Herzschmerz" dranhängt.

Wie z. B. das Strickprojekt, was schon seit 10 Jahren bei mir rumgedümpelte. Als letzte Großtat des vergangen Jahres hab ich mich von der Illusion verabschiedet, es jemals fertig zu machen und es dann doch mal entsorgt. 

Und - soviel Selbsterkenntnis muss sein  - eine echte Minimalistin werde ich wohl niemals werden. Ein Leben mit nur 100 Dingen oder auch nur 1000 Dingen ist wohl nicht drin. Dazu sind meine diversen Hobbys einfach zu materialaufwendig.

Was meine Minimalismusbemühungen dennoch gebracht haben:
Neulich meinte ein Besuch zu mir, mein Haushalt sei so strukturiert. Wie jetzt? Ich - die kreative Chaotin? Aber wenn ich mich umschaue stimmt es: 2 Jahre Minimalismus haben hier tatsächlich sehr viel mehr Struktur reingebracht.

Eine Riesen-Baustelle ist allerdings noch offen: Der Papierkram und mein Arbeitszimmer.

Und weil so ein Jahreswechsel ja nicht ganz ohne gute Vorsätze auskommt, habe ich mir vorgenommen, diese Baustelle in 2017 in Angriff zu nehmen. Irgendwie sollte es doch zu schaffen sein, auch diese verbliebene Chaosinsel irgendwie in den Griff zu bekommen.

Auch meine 2016 begonnene rein - raus-Statistik werde ich weiter führen, schon um im Überblick zu behalten, dass hier sich nicht wieder unversehens Gerümpel ansammelt. 

In diesem Sinne - auf ins dritte Jahr. 
 
 

Dienstag, 22. November 2016

Warum Zero Waste Augenwischerei ist.

Mir ist schon klar, dass ich mich mit dieser provokanten Überschrift vermutlich ziemlich unbeliebt mache. Aber so leid es mir tut: das muss jetzt mal sein.

Neulich hatte ich ein Schlüsselerlebnis: Berufsbedingt hat es mich in ein Lager eines großen Logistikdienstleisters verschlagen. Und was gab es da zu sehen? Verpackungen um Varpackungen um Verpackungen und das Ganze auf (immer mehr) Kunststoffpaletten gelagert.

Dieser Dienstleister macht nichts anderes als Consumer-Produkte vom Großhandel anliefern zu lassen und für seine Kunden - Einzelhandelsbetriebe, die die Ware an Endverbraucher abgeben  - zu kommissionieren. D. h. Sortimente in Abnahmemengen, die die brauchen, zusammenzustellen und zu liefern.

Da liefert  z. B.  ein LKW 30 Paletten von einem Produkt - sagen wir mal: Gummibärchen -  an. Diese sind bekanntlich in Plastiktüten verpackt. Von diesen Plastiktüten liegt eine bestimmte Anzahl in einem Karton. 6 dieser Kartons stecken in einem größeren Karton. Ein Dutzend dieser größeren Kartons sind auf eine Palette geschichtet und mit Schrumpffolie umwickelt, dass sie dort auch drauf bleiben.

Im Lager dieses Dinstleisters wird dann umgepackt: die Schrumpffolie abgerissen und die Kartons auf andere Paletten umgesetzt, wo sie zusammen kommen mit Kartons für Schokoriegel, Kekse und anderem. Manche nehmen auch nur wenig ab, dann werden auch noch die größeren Kartons aufgerissen, die kleineren Kartons einzeln in neue Behällter umgeschichtet und weiter verpackt. Am Schluss wird um das Ganze wieder Schrumpffolie gewickelt und ab auf den nächsten LKW.

Die Reste des Packmaterials landen bei "meinem" Groß-Handelslogistiker - im Müll. 

Und wenn du als Konsument am Ende eine Tüte Gummibärchen in den Händen hältst und dich freust, dass die eigentlich eher sparsam  verpackt sind, hast du 95% des Verpackungsmülls, den diese Gummibärchen bereits produziert haben niemals zu Gesicht bekommen.

Du könntest jetzt natürlich sagen: Ich esse eben keine Gummibärchen.

Aber die Produkte, die man in Unverpackt-Läden kaufen kann, fallen leider auch nicht unverpackt direkt vom Acker in den Laden...

Donnerstag, 10. November 2016

Alles Konsum oder was?

Rage von "Mama denkt" hat gerade einen höchst interessanten Post verfasst, dem sich eine nicht minder interessante Diskussion anschließt.

Da meine 2 Cent dazu eher länglich ausfallen, habe ich beschlossen, einen Blogpost draus zu machen.

Bei Rage wurde auch der  Versuch gemacht, den Begriff "Konsum" zu definieren und das ist dabei heraus gekommen:

"Unter dem Wort Konsum verstehe ich nicht das Kaufen und Verbrauchen von existenziellem, wie Lebensmitteln, sondern das Kaufen und Verbrauchen von all jenem, das man sich kauft, ohne das man aber existieren/leben könnte.“

Erst fand ich das einleuchtend. Bei näherem Hinsehen fiel mir dann aber auf, dass diese Definition doch ziemlich unscharf ist. 

Ohne was ich leben könnte, oder was ich zum Leben für unverzichtbar halte, ist letztenendes eine höchst subjektive Entscheidung. 

Und eine die alles andere als einfach zu beantworten ist. Guckt euch in dem Zusammenhang  mal  die Zusammensetzung des Harz IV Warenkorbs und die Diskussionen drumherum an. Dann erkennt ihr schnell was ich meine. Das Nicht-konsumieren bestimmter Dinge kann einen nämlich auch ins gesellschaftliche Abseits bringen. Und damit die Lebensqualität massiv beeinträchtigen.
Nehmt als Bespiel das Internet. Vor 20 Jahren haben wir alle ohne gelebt. Niemandem hat etwas gefehlt. Es gab nämlich einfach noch keins ;-D.  Heute bedeutet kein Internet zu haben, von wesentlichen Informationsquellen und Möglichkeiten der sozialen Teilhabe abgeschlossen zu sein.
In der Nutzung des Internets ist allerdings jede Menge Konsum verborgen: angefangen vom PC oder Smartphone über die (wenn möglich bitte doch schnelle - und deshalb neu zu verlegende Datenleitung) bis hin zum Stromverbrauch.

Auch der Ausschluss von Lebensmitteln ist im Zusammenhang mit der aufgeworfenen Kernfrage nach "gutem" oder "schlechtem" Konsum m. E. daneben gegriffen. Ich kann z. B. sehr gut ohne (extrem umweltbelastende) eingeflogene Papayas oder sonstiges exotisches Obst leben.

Nicht-Konsumieren ist schlicht und ergreifend nicht möglich. Selbst der Selbstversorger mit eigenem Garten wird spätestens dann, wenn er eine neue Hacke braucht, zum Konsumenten. (Und kommt mir jetzt nicht mit dem selbstgemachten Steinbeil. Nachgewiesenermaßen gabs bereits in der tiefsten Steinzeit Handelsbeziehungen über hunderte von km, um an besonders gute Steine für Werkzeug heranzukommen.)

Die Kritik am minimalistischen Credo, dass hier nur Erlebniskonsum gegen Warenkonsum eingetauscht wurde, ist deshalb faktisch zwar richtig, greift aber auch zu kurz.

Ein minimalistischer Lebensstil kann natürlich äußerst unnachhaltig sein, wenn man sich mal die Umweltbelastung allein der Flüge der "Nur mit einem Rucksack um die Welt Tourer"-Minimalisten anguckt.  
 Und die von Rage angesprochene "Kompensation" ist-   sorry - meines Erachtens Augenwischerei. Denn der Schaden durch die Flugzeugabgase ist ja da, und wird nicht dadurch weggemacht, dass irgendwo von dem Bruchteil meines Geldes der tatsächlich dafür nach Abzug aller "Orgakosten" übrigbleibt, irgendwo  ein Bäumchen gepflanzt wird.

Fazit: das Bekenntnis zum Minimalismus löst nicht zwangsläufig eine nachhaltigen Lebensstil aus.
Wenn man einen nachhaltigen Lebensstil anstrebt kann Minimalismus allerdings eine gute Oriantierungshilfe sein.
Micht konsumieren geht nicht, aber weniger und nachhaltiger konsumieren und zwar in jedem Feld
-vom umweltfreundlichen Wanderurlaub über den Verzicht auf eingeflogene Lebensmittel zugunsten regional produzierter bis zur "Nicht-Anschaffung von Dingen, die man nicht braucht.
Was man aber braucht   um sich in seinem Leben wohl zu fühlen, kann individuell höchst unterschiedlich sein.

Ansätze wie "Das Halten eines Hundes ist aber nicht nachhaltig - all das Fleisch dass der frisst - böse, böse!",
 halte ich daher nicht für zielführend, weil so ein Hund durchaus einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität hat. (Ich bin bei dem Thema befangen und geh jetzt meine Graunase kraulen ;-)

Insofern muss eine Nachhaltigkeitsdenkansatz eher in die Richtung gehn, dass jeder selbst entscheiden kann wofür er "seinen CO2-Anteil" verpulvert. 
Und wenn man sich die Gesamtbilanz unseres hypothetischen flugreisenden Minimalisten im Vergleich zu der eines Biolandwirts anguckt, der zwar keine Flugreisen macht aber nunmal ein Auto und einen Trecker  u.s.w benötigt, sein in unserem Klima befindliches Haus heizen muss, das vielleicht weil er nicht viel Geld zum investieren hat, ein schlecht wärmegedämmter Altbau ist könnte die Sache eventuell wieder anders aussehen.


Sonntag, 23. Oktober 2016

Die "Alles oder nichts"-Falle

In letzter Zeit hab ich mich ein wenig durch die Zero Waste Blogger Szene gelesen.

All diese tollen do it yourself Ideen.
Und dann ich:
-Ich kann nicht nähen (und werds vermutlich auch in diesem Leben nicht mehr lernen, Ich bin wohl eher der grobmotorische Typ)
-Basteln gehört auch nicht gerade zu meinen Favoriten (s. o.)
-Einen grünen Daumen hab ich auch nicht.
Mal ab davon, dass ich überhaupt nicht weiß, wo ich auch noch Zeit dafür her nehmen soll, neben einem Fulltime Job, der Versorgung von 4 Ponies und einem Hund und Haus und Garten.

Und Müllvermeidung beim Einkauf? Ich lebe nunmal nicht inner Großstadt mit nem Unverpackt-Laden und allerhand anderer Infrastruktur zum Erwerb von Unverpackt, Bio, Fair trade, regional und co.
Und zig Extra km fahren, um zu einer derartigen Einkaufsinfrastruktur zu fahren kanns ja irgendwie auch nicht sein.

Kurz: Wenn ich Bea Johnsons Einweckglas betrachtete und meine wohlgefüllte Mülltonne dagegen hielt, war ich total frustriert.

Und voll in die Alles oder nichts Falle gelaufen. Vor lauter Vergleichen mit den Ikonen der Szene ist mir völlig entgangen.dass ich auch schon einiges erreicht habe in Sachen Müll-Verringerung, auch ohne do it yourself Talent und unendlch viel Zeit.

Ich bin zwar von Zero waste noch weit entfernt, und werde realistischerweise auch nie dahin kommen, aber less waste macht schließlich auch Sinn.
Ich habe mein Haushaltsmüllaufkommen durch diverse einfache Maßnahmen um rund 50 % reduzieren können. Stellt euch mal vor, das würden alle so machen. Das hätte schon einen ziemlich gewaltigen Impact.

Vielleicht sollten wir insgesamt den Anspruch nicht ganz so hoch hängen und dafür mehr Leute erreichen?

Hier also meine Less Waste Tipps:

Es gibt eine ganze Reihe Produkte, von denen uns bloß eingeredet wird, dass wir sie benötigen. In Wirklichkeit sind sie völlig überflüssig. 

Ersatzlos aus meinem Haushalt geflogen sind:

- Sämtliche Schminkutensilien. Ich hatte sowieso nie Spaß dran mich anzumalen.
-Kosmetikpads: werden damit ebenso überflüssig
- Küchenrolle: in stinknormaler Spüllappen erfüllt denselben Zweck
- Klarsicht- und Alufolie. Übrig gebliebene Lebensmittel wandern jetzt einfach in ihrem Kochtopf in den Kühlschrank. Oder der Behälter wird wie bei meiner Oma mit einem Teller abgedeckt. (Das ist so effektiv, dass es sogar bei Hundefutter verhindert, dass der Kühlschrank danach riecht).
- Backpapier. Einfetten des Backblechs tuts genauso und das Kalorienthema finde ich eh völlig überbewertet.
- Schwammtücher und Spülschwämme. Letztlich deutlich hygienischer sind die selbstgebauten Spültücher aus alten Handtüchern, die ich in die Waschmaschine stopfen und mehrfach nutzen kann und deswegen sogar häufiger wechsle als die Wegwerfvariante.
-Plastiktüten für 'Obst und Gemüse. Selbst der Lebensmittelladen aufm Dorf wiegt mir anstandslos unverpacktes Obst und Gebüse ab.
-Plastikeinkaufstüten. Es war gar nicht schwer, mir anzugewöhnen, für alle Fälle immer einen Jute-Einkaufsbeutel im Auto zu deponieren.
-Flüssigseife und Duschgel; Eigentlich völlig schwachsinnig, das ganze Wasser, in dem die Flüssig- Seife gelöst ist, in einem Plastikpot nach Hause zu schleppen, wenn man genausogut unverpackte feste Seife nehmen kann.
-Flüssig-Shampoo ist bei mir inzwischen auch nach einer längeren Testreihe durch ein festes Shampoo ersetzt worden, das mit meinen langen Haaren funktioniert.

Mehrweg statt einweg
- Der Klassiker bei Getränken und selbst aufm Kuhdorf gibts einen Getränkemarkt, der Mehrwegflaschen hat. Ich benutzte inziwischen wieder die Glasalternative. Erstens halten die deutlich länger, 2. kann ich mir da sicher sein, ob nicht doch irgendwelche Weichmacher in meinen Getränken landen.
-Bücher: da ich in letzter Zeit häufiger den offenen Bücherschrank meines Vertrauens besucht habe, hab ich nicht nur Bücher dort deponiert, sondern auch immer mal Lesestoff mitgenomenn, den ich nach dem Lesen dann brav wieder dort deponiere. Der große Vorteil des OB gegenüber der nächstgelegenen Bibliothek ist dabei, dass er immer offen ist und nicht nur zu für Berufstätige Menschen eher blöden Zeiten.

Weniger Verpackungsintensive Produkte kaufen. 
Damit kann man auch nicht unerheblich Müll sparen.
-Spülmaschinenpulver, statt  EinzelverpackteTabs.
-Waschpulver in der Pappschachtel statt Flüssigwaschmittel in Plastik (s. Seife: wieso eigentlich für gelöstes Wasser teuer zahlen?
- Creme aus der Tube statt diesen perfiden Schmus der Kosmetikindustrie, die einem einen in Pappe verpackten Tiegel andreht, in den, wenn man genau hinguckt, innen ein kompletter, nur kleinerer Tiegel drin ist. Das ist völlige Kundenverarsche und hat mich sowieso immer schon geärgert. 
-größere Gebinde kaufen. Das hat in einem Einpersonenhaushalt und bei verderblichen Sachen zwar Grenzen, aber z. B. bei Nudeln oder ähnlichen Produkten die sich gut halten, kann man schon das Inhalt/Verpackunsverhältnis durch größere Pakete optimieren.


Habt ihr noch weitere "niedrigschwellige" Müllvermeidungstipps? Nur her damit.


Diesen Beitrag schicke ich 
zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.





Donnerstag, 13. Oktober 2016

Müllvermeidung vs. Minimalismus

Ja, ich lebe noch. Das RL hat allerdings sehr viel von meiner Zeit fürs bloggen geklaut in den letzten Monaten.
ein Dauerlazarett kranker Ponys ist ein echt freizeitfüllendes (und Geldbeutelleerendes)  Programm. *seufz*

Aber zum Thema: 
Müllvermeidung und entrümpeln ist ja eigentlich ein Widerspruch in sich.
Oder: Besser gesagt, das ist entrümpeln für Fortgeschrittene.

Mein Focus hat sich in den letzten Monaten relativ stark vom reinen reduzieren in Richtung  nachhaltiges Leben verschoben. Trotzdem konnte ich weitere Entrümpelungserfolge verzeichnen.
Die Strategien sind eigentlich nicht neu, aber man es macht trotzdem sinn, sie unter dem Aspekt der Müllvermeidenden Entrümpelung nochmal neu zu betrachten.

1. Verkaufen
Klar - alles, was für irgendjemand anderen noch nutzen oder Freude bringt, kann man auf diesem Weg im Wirtschaftskreislauf halten. Man muss sich nur frei machen, von der Idee, möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Dann bleibt der Kram nämlich endlos im Keller...

Dabei ist die Strategie des Verkaufens übers internet in blogs so abgelutscht, dass ich darauf nicht näher eingehe, sondern mal an ein paar klassische offline-Strategien erinnern wollte.

A) Second Hand Shops
Die Plattensammlung meines verstorbenen Vaters bin ich z. B. kürzlich schlicht und ergreifend an einen Plattenhändler im Nachbarort losgeworden. Natürlich hab ich damit nicht viel Geld verdient, aber die guten Stücke finden auf diesem Weg nochmal einen Liebhaber, ich unterstütze die lokale Wirtschaft - ein Plattenladen hier auf dem Land - den Mut des Betreibers, der den letztes Jahr aufgemacht hat, muss man einfach bewundern.

B) sich umhören
 So bin ich den Balkenmäher, den ich wegen meiner kaputten Handgelenke nichtgut bedienen kann an eine Reiterfreundin mit großem Garten losgewordne, die gnau sowas suchte.

2. Tauschen
Überschüssiges Zaunbaumaterial bin ich im Austausch gegen Heuballen an einen befreundeten Landwirt n losgeworden, der gerade neue Weiden gepachtet hatte und Zeug brauchte.
Das ist jetzt für die Städert unte meine Lesern wahrscheinlich ein exotisches Beispiel, aber vielleicht fällt euch aus eurem Umfeld auch was brauchbares ein. Meist nmuss man sich nur umhören.

3. Verschenken
Die Vase, die zwar schön war, aber bei mir einfach nicht reinpasste, hat ein neues Zuhause bei einer Freundin, in deren Vintage-Küche sie hervorragend passt.

Und - da ich es noch nie übers Herz gebracht habe, Bücher wegzuwerfen - ist die Erfindung des offenen Bücherschranks natürlich mein bester Freund. Und gleichzeitig die Gelegenheit alle paar Wochen mal wieder ein paar Bücher auszusortieren, wenn ich weiß, dass ich in die Stadt in die Nähemeines bevorzugten Exemplars  komme.

4. Umnutzen
Jawoll - mal nicht rausschmeissen, sondern was anderes damit anfangen. Netto hab ich damit zwar nix entrümpelt, aber ich hab mir auch diverse Einkäufe gespart.
Mein Anwendungsbeispiel: (für die Idee dazu vielen Dank an Maria von "Widerstand ist zweckmäßig")
In diesem Haushalt haben sich Unmengen von Handtüchen angesammelt, viel mehr als ein normaler Mensch jemals brauchen kann. Einige davon hab ich jetzt alswiederverwendbare Putzlappen umfunktioniert. Klappt hervorragend. 
 Handduch in paasende Ptzlappengröße untzerteilen, wer mag kann den Schnitt noch umnähen. Da ich aber diesbezüglich 2 linke Hände und keine Nähmaschine habe - es geht durchasu auch ohne umnähen. Und fertig ist der handliche, waschbare, wiederverwertbare, plastikreie  Putz-/Spüll-/ect. Lappen.  Und damit jede Menge Müll vermieden. Nicht nur sind damit die überzähligen Handtücher der Altkleidersammlung entgagen, die im Zweifel auch eher ein fragwürdiger Entsorgungsweg ist, sondern ich kann damit auch den Kauf von  Wegwerf-Schwammtüchern und co. vermeiden..

Und was für offline Alternativen zum Entrümpeln nutzt ihr so?
Für Anregungen bin ich immer dankbar.